Über uns

Die Brüder Benjamin, Raphael und Gerson verbrachten im Herbst 2019 gemeinsam mit ihrem Vater ein verlängertes Wochenende. Raphael, der von seinem Job als Schiffsmechaniker bei der Wasserschutzpolizei genug hatte, war auf der Suche nach einem Schleppschiff, um sich selbstständig zu machen.

Als er an einem Abend dieses Urlaubs seinen Brüdern dieses Schiff zeigte, wendete sich das Blatt: „Für mich sieht das aus wie ein Seenotrettungsschiff!“ – Das war die erste Reaktion. Schnell wurde die Idee weitergesponnen, die drei waren sich einig: Wir müssen es wenigstens versuchen. Nach versuchter Kontaktaufnahme bei den deutschen Seenot-NGOs meldete Mission Lifeline sehr schnell zurück. Wider Erwarten wiegelte man nicht ab: „Schaut euch das Schiff mal richtig an, dann meldet euch.“

Nachdem das Schiff auf Herz und Nieren geprüft war, stand fest: Mission Lifeline steigt ein. Das Schiff wurde gekauft und ein gemeinsamer Projektplan entwickelt. Das Ziel: innerhalb von sechs Monaten soll das Schiff zum Seenotrettungsschiff umgebaut werden und in den Einsatz im Mittelmeer geschickt werden.

Im Dezember 2019 kauften wir unser Schiff, die Rise Above. Seit dem setzen wir alles daran, aus dem alten Marineschiff schnellstmöglich einen tauglichen Seenotretter zu bauen.

Unzählige Freiwillige, Profis, Firmen und Stiftungen geben uns die Unterstützung, die wir so dringend brauchen. Diese Unterstützung ist nicht selbstverständlich. Durch eine im März erlassene Änderung der Schiffsicherheits-Verordnung wurden Vereine in der zivilen Seenotrettung massiv eingeschränkt. Unverhältnismäßig gesteigerte bauliche Anforderungen und aufwändige Genehmigungsverfahren hinderten unser Schiff daran, wie geplant im Mai auszulaufen.

Die Kosten der Umbaumaßnahmen haben sich dadurch mehr als verdoppelt und auch die der geplanten Einsätze werden deutlich verteuert.
Das sehen wir als einen Angriff auf unser solidarisches Handeln, den wir nicht hinnehmen werden. Mit viel Arbeit, Motivation und Engagement werden wir, mit eurer Hilfe, auch diese Hürde nehmen.

Sea Punks steht für das, was an jenem Abend in den Köpfen von Benjamin, Raphael und Gerson passierte: „Ich kann doch nicht einfach nur hier sitzen und mich über das, was im Mittelmeer tagtäglich geschieht, aufzuregen. Ich möchte selbst etwas tun.“

Sea Punks besteht nicht nur aus drei Brüdern, Sea Punks können wir alle sein. Ob du in der Werft für die Crew kochst, ob du mit deinem Krankenhaus medizinisches Material spendest, mit deiner Band ein Solikonzert spielst oder Taschen bedruckst und sie verkaufst: Jeder kann helfen.

Mit Hilfe von Musikveranstaltungen, direktem Zugang und der Offenheit für neue Ideen sollen alle Mitglieder der Gesellschaft aufgerufen werden ihren Beitrag zu leisten.