LIVE +++ Move your body, every everybody +++ Alle packen mit an beim Bewegen des Schiffes. Das wird erstmal in leichte Schrägstellung gebracht, um Platz zu schaffen. Die gestrigen Trockenübungen am Kran stehen heute nämlich mit dem echten RHIB (aka MOLLY), auf dem Programm. Ist jetzt nicht unbedingt wie mit der Karre aus der Parklücke zu kommen. Braucht schon ein paar Hände, um die Leinen an den richtigen Stellen zu lockern und anderswo wieder festzumachen. Im Übrigen Eiffel 65. Kein Punk, aber vermutlich bei einem Großteil der 90er-Kinder im CD-Regal vertreten. 2025 haben die italienischen Eurodancer hier während der Feierlichkeiten zu San Domenico in Augusta ein Konzert gegeben. Leider verpasst, muss aber ein richtiger Banger gewesen sein. Und im Hintergrund gibt der Ätna den Blick auf sich frei, nachdem sich der dichte Wolkenvorhang erstmals verzogen hat.+++ ÓRALE PUES +++ „Con dinero o sin dinero hago siempre lo que quiero.“ Im Hintergrund schallt mexikanische Ranchera-Musik durch die Galley. José Alfredo Jiménez, einer der ganz großen Popstars der mexikanischen Musikgeschichte, liefert hier den Soundtrack zum Abendessen. Unsere Chefköchin Naomi hat eigens Maistortillas und Chiles Chipotles mitgebracht, dazu werden reichlich schwarze Bohnen gestampft. Bohnenmus, gib ihm bös! Nicht H. P. Baxxter, sondern H. P. High Protein lässt grüßen. Buen provecho!+++ Trockenübungen unter griechischer Regie +++ Unter Anleitung unseres antifaschistischen Ausnahmeathleten aus Athen, seines Zeichens ehemaliger Spitzenbasketballer. Vor wenigen Jahren noch auf dem Weg zum Stern am griechischen Basketballolymp, mittlerweile aber eine neue Passion gefunden (good for us!). Als 1st Mate, also Erster Offizier, weist er die Crew heute ins Craning des RHIB ein. Erstmal Trockenübungen. Statt des echten RHIB hängt eine Schleifkorbtrage am Kran, um die Abläufe zu simulieren. Die Crew soll sich mit dem Kran vertraut machen, die Leinen von allen Seiten stramm halten und die Bewegungen des Krans kontrolliert mitgehen. Alles schön koordiniert, bevor es morgen ans echte Rettungsboot (RHIB AKA MOLLY) geht.+++ So mäßig auf pseudo-philosophisch aka Descartes +++ Ich denke, also bin ich ich, cogito ergo sum, oder so änhlich. Wenn dann und wann auch mal nicht allzu viel passiert, dreht der Kopf auch mal ein wenig frei. Man sitzt zusammen, lernt sich kennen, kommt ins Gespräch. Lieblingstier Seepferdchen, Lieblingsfarbe Rot, Lieblingsmusik Punk. Was man halt so abklappert. Und dann sitzt man da und denkt sich, ist doch der komplette Irrsinn. Da kommen Menschen an Bord, die verballern ihren kompletten Jahresurlaub, um auf Rotation zu fahren. Alle dermaßen committed. Dasselbe gilt im Übrigen für die Menschen, die während der Shipyards mit anpacken oder sich das ganze Jahr über in der Vereinsarbeit engagieren (Props gehen raus!). Und ohne die ganzen Bootschafter:innen wäre hier sowieso komplett tote Hose. Vom ersten Tag an herrschen hier eine Professionalität und gegenseitige Wertschätzung, Wahnsinn. Hier liegt schon eine besondere Art der Anspannung in der Luft, Gänsehose, äh Gänsehaut.+++ Fischfutter +++ Wenn der Herd hier mal dermaßen auf Hochtouren läuft und der Reis ungewollt sticky wird (zumindest an der Topfunterseite), helfen irgendwann auch Einweichen und Metallschrubben nicht mehr. Also Leine los, Topf über Nacht ins Hafenbecken, die Meeräschen (Mullets) machen den Rest. Am nächsten Tag nochmal ordentlich nachgespült und fertig ist die Laube. Fische happy, dishy-wishy done, Kaffee aufsetzen, Mittagspause, weitermachen. Lifehacks aus dem Leben eines Seafarers bzw. einer Landratte, die sich verlaufen hat. Jetzt mitverfolgen

⛱️ KEIN URLAUB VOM STERBEN!

Moin! Es ist Sommer, es ist warm, schön! Vielleicht heißt es ja auch bei dir: endlich Urlaub – das gilt aber leider nicht für alle. 

Während sich die einen mit Meerblick erholen können, riskieren andere alles oder verlieren ihr Leben. Denn das Mittelmeer ist nicht nur Urlaubsziel, es ist die tödlichste Fluchtroute der Welt. Es gibt keinen Urlaub vom Sterben! Aber wir können was dagegen tun! Hilfst du uns dabei?

Du zahlst All-Inclusive. Sie mit dem Leben.

All you can eat, all you can drink, aber auch all you can give?

So viel muss es gar nicht sein, ein kleiner Teil aus deiner Urlaubskasse hilft bereits. Schon 10 € als Spende an uns machen einen großen Unterschied und retten am Ende Leben. 

Wir sind privilegiert. Viele sind es nicht. Wir können ans Mittelmeer in den Urlaub fahren. Andere sind dort auf der Flucht und sterben. Deshalb: Bitte teile unsere Kampagne Kein Urlaub vom Sterben mit allen, die du kennst, lass selbst nen Zehner da, oder mehr und hilf uns zu helfen!  

Grüße gehen raus an alle, die nicht wegsehen.
Denn es gibt keinen Urlaub vom Sterben im Mittelmeer! 

Love & Rage,
eure Sea Punks

Mittelmeer: Für Dich Erholung. Für Sie der Tod.