LIVE +++ Trockenübungen unter griechischer Regie +++ Unter Anleitung unseres antifaschistischen Ausnahmeathleten aus Athen, seines Zeichens ehemaliger Spitzenbasketballer. Vor wenigen Jahren noch auf dem Weg zum Stern am griechischen Basketballolymp, mittlerweile aber eine neue Passion gefunden (good for us!). Als 1st Mate, also Erster Offizier, weist er die Crew heute ins Craning des RHIB ein. Erstmal Trockenübungen. Statt des echten RHIB hängt eine Schleifkorbtrage am Kran, um die Abläufe zu simulieren. Die Crew soll sich mit dem Kran vertraut machen, die Leinen von allen Seiten stramm halten und die Bewegungen des Krans kontrolliert mitgehen. Alles schön koordiniert, bevor es morgen ans echte Rettungsboot (RHIB AKA MOLLY) geht.+++ So mäßig auf pseudo-philosophisch aka Descartes +++ Ich denke, also bin ich ich, cogito ergo sum, oder so änhlich. Wenn dann und wann auch mal nicht allzu viel passiert, dreht der Kopf auch mal ein wenig frei. Man sitzt zusammen, lernt sich kennen, kommt ins Gespräch. Lieblingstier Seepferdchen, Lieblingsfarbe Rot, Lieblingsmusik Punk. Was man halt so abklappert. Und dann sitzt man da und denkt sich, ist doch der komplette Irrsinn. Da kommen Menschen an Bord, die verballern ihren kompletten Jahresurlaub, um auf Rotation zu fahren. Alle dermaßen committed. Dasselbe gilt im Übrigen für die Menschen, die während der Shipyards mit anpacken oder sich das ganze Jahr über in der Vereinsarbeit engagieren (Props gehen raus!). Und ohne die ganzen Bootschafter:innen wäre hier sowieso komplett tote Hose. Vom ersten Tag an herrschen hier eine Professionalität und gegenseitige Wertschätzung, Wahnsinn. Hier liegt schon eine besondere Art der Anspannung in der Luft, Gänsehose, äh Gänsehaut.+++ Fischfutter +++ Wenn der Herd hier mal dermaßen auf Hochtouren läuft und der Reis ungewollt sticky wird (zumindest an der Topfunterseite), helfen irgendwann auch Einweichen und Metallschrubben nicht mehr. Also Leine los, Topf über Nacht ins Hafenbecken, die Meeräschen (Mullets) machen den Rest. Am nächsten Tag nochmal ordentlich nachgespült und fertig ist die Laube. Fische happy, dishy-wishy done, Kaffee aufsetzen, Mittagspause, weitermachen. Lifehacks aus dem Leben eines Seafarers bzw. einer Landratte, die sich verlaufen hat.+++ Lebensmittelunverträglichkeiten +++ Bzw. Vorlieben, Abneigungen und alles dazwischen. Bei Ankunft der Crew wird erstmal abgefragt, wer was verträgt und wer lieber die Finger wovon lässt. Bevor uns hier noch jemand blau anläuft. Macht die Sache für Galley und Logistik nicht zwingend einfacher. Glutenfreie Sojasauce, Tahini, Agavensirup, was im dt. Discounter um die Ecke längst Standard ist, erfordert hier etwas Recherche. Und entsprechend Finesse und Kreativität seitens unserer Köchin. Zum Mittag gibt’s erstmal Bowls zum Selbstdrapieren. Währenddessen wird in den Departments fleißig gearbeitet. Die Bridge stimmt sich ab, das Guest-Care-Department ist im regen Austausch, Familiarization-Runden laufen. Nicht nur untereinander, sondern vor allem mit dem Schiff. Einige sind zum ersten Mal für die SEA PUNKS unterwegs. Nebenbei wandern die nächsten Belege in die Buchhaltung. Lückenlos und sauber, PFLICHTBEWUSSTER PUNK!Feierabend, Schicht im Schacht! Heute Abend trudeln die letzten Crewmitglieder ein, morgen früh um 8 Uhr Morning Meeting, dann geht die Trainingswoche so richtig los. Heute erstmal ankommen. Mit 14 Leuten ist das Schiff mittlerweile bis auf den letzten Schlafplatz ausgebucht, fully booked! Unsere vierköpfige Vereinsdelegation hat deshalb ihr Lager anderweitig aufgeschlagen. Wir sitzen derweil noch in gemütlicher Runde zusammen. Ein wenig Vereinsarbeit, ein wenig Feierabend. Buona notte von der Insel! Jetzt mitverfolgen

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